Aktuelles

Ein guter Start ins neue Jahr

Am 17.01. sind wir mit unserer Einführungsveranstaltung wunderbar ins neue Jahr gestartet. 17 neue Lesementorinnen und Lesementoren haben daran teilgenommen und freuen sich aufs Lesen mit unseren Kinder und Jugendlichen. Damit schenken jetzt knapp 150 Lesementorinnen und Lesementoren mehr als 180 Kindern Lesezeit, weil einige von ihnen sich zwei oder drei Kindern widmen. 

Trotzdem wünschen wir uns noch mehr Lesementorinnen und Lesementoren. Denn es gibt noch so viel mehr Kinder und Jugendliche, die keine Freude am Lesen haben, weil ihnen das Lesen schwer fällt. Öffnen Sie mit uns für diese Kinder das Tor zur Welt der Bücher!

Benefizkonzert für MENTOR Hürth

Mit Gypsyjazz gegen den Novemberblues

Der Vorsitzende des Jazzclubs, Günter Reiners, freute sich, an diesem feuchtkühlen Novemberabend so viele Gäste zu einem vielversprechenden Konzert mit jungen Musikern im Gleueler Jazzkeller begrüßen zu können. Und er meinte, was er sagte. Die Gruppe Orella Tobar & Gebghardt Trio lieferte Gypsyjazz vom Feinsten, wechselte souverän zwischen Klassikern und Eigenkompositionen und nahm ihr Publikum auf eine wunderbare Klangreise mit.

Zu diesem Abend waren zum wiederholten Mal ausschließlich die ehrenamtlichen Lesementorinnen und Lesementoren mit ihren LIeblingsbegleitungen eingeladen. Sie sollten in den Genuss eines Exklusivkonzerts für MENTOR Hürth kommen, als Dankeschön für ein Jahr nicht immer einfacher, aber insgesamt schöner Arbeit als Leselernhelfer für Kinder an Hürther Schulen.

Die Förderung junger Menschen in ihren Fähigkeiten ist ein Anliegen, das dem Jazzclub Hürth ebenso wie MENTOR am Herzen liegt, so Margret Schaaf, die Projektleiterin. Sie dankte für die Einladung zu diesem Benefizkonzert und freute sich über das Kommen so vieler Jazzbegeisterter. Vor ihrer Überleitung zum musikalischen Teil informierte sie über die aktuellen Zahlen von 131 Mentorinnen und Mentoren, die insgesamt 162 Kinder in Hürth begleiten, sah aber weiterhin Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung und verwies bei Interesse auf die im Januar stattfindende Einführung für neue Mentorinnen und Mentoren.

Ornella Tobar (Gesang), Frederik Gebhardt (Sologitarre), Sven Jungbeck (Rhythmusgitarre) und Christoph Bohrmann (Bass) erreichten mit wenigen Tönen die volle Aufmerksamkeit und entführten das Publikum mit Songs wie "The shadow of your smile" und "Misty" in die faszinierende Welt des Jazz. Vergleiche mit Jazzgrößen wie Billy Holiday fielen, Applaus honorierte Gitarren- und Basssoli.

Dem langanhaltenden Beifall am Ende folgte die obligatorische Zugabe. Viele bedauerten, dass damit ein gelungener Konzertabend und ein tolles Musikerlebnis ein Ende finden sollte. Ein kleines Trostpflaster gab es dann doch noch. Wer wollte, konnte mit dem Erwerb der gearde erschienenen ersten CD der jungen Künstler den Musikgenuss konserviert mit nach Hause nehmen.

Danke für diesen wundervollen Abend

Edith Schulze für MENTOR Hürth

 

Der Mitmachvortrag von Britta Buchholz: Mach doch mal Pause!

Mit der Aufforderung zum Pausemachen eröffnete Britta Buchholz vor über vierzig Lesementorinnen und Lesementoren ihren kurzweiligen Mitmachvortrag in der Aula der Hürther Grundschule im Zentrum. Wie schon im vergangenen Jahr, konnte die erfolgreich als Trainerin und Coach arbeitende Pulheimerin ihr Publikum mit kreativen Ideen zur aktiven Pausengestaltung begeistern.

"Auf vielfachen Wunsch unserer Lesementorinnen und Lesementoren haben wir Frau Buchholz als Expertin in Fragen der Konzentrations- und Wahrnehmungsförderung noch einmal zu einem Vortrag eingeladen," begrüßte Margret Schaaf Ende Oktober die Gäste. "Konzentration ist ein wertvolles und knappes Gut. Eine ganze Stunde bei der Sache zu bleiben, fällt schon Erwachsenen schwer. Für Kinder ist das eine ganz besondere Herausforderung, wie die meisten von uns aus der Praxis mit ihrem Lesekind wissen. Aber was können wir da tun?" mit dieser Frage gab sie das Wort an Britta Buchholz weiter.

Vom umfassenden Knowhow der sympathischen Beraterin profitierten an diesem Abend wieder alle. Die zertifizierte Expertin demonstrierte, wie kurze Pausen helfen und neue Kraft geben. Übungen aus dem Ganzheitllichen Gedächtnistraining formulierte sie in spielerische Kurzpausen um und zeigte, wie sie sich sinnvoll in die Arbeit mit einem Lesekind integrieren lassen. Kombiniert mit kleinen Bewegungsübungen können so - mit Spaß und ohne Leistungsdruck - nicht nur Konzentration und Wahrnehmung, sondern beispielsweise auch Wortfindung und Denkflexibilität trainiert werden.

Im Mittelpunkt der Übungen stand das Anliegen, mit einfachen und doch sehr wirksamen Mitteln die ungeteilte Aufmerksamkeit auf eine Sache zu lenken. Die "A-B-C-Liste" zu einem Thema ist ein Beispiel dafür: gemeinsam mit dem Lesekind zu jedem Buchstaben des Alphabets nach Worten suchen, die etwa zu Hallowen passen. Oder in einem Buchstabengewirr ein bestimmtes Wort finden: "Da ist der WURM drin". "Bleiben Sie bei allen Übungen mit dem Lesekind auf Augenhöhe," rät die Expertin. Umso entspannter würde die Situation für beide Seiten.

Überraschende und amüsante Ergebnisse brachten die praktischen Übungen. Der Versuch, entgegengesetzt zum Gewohnten zu agieren, beispielsweise den Kopf zu schütteln und dann "ja" zu sagen oder zu nicken und das mit "nein" zu kommentieren, gelang unterschiedlich gut, erntete dafür aber viele Lacher.

Noch tiefer in die Materie führte der Praxisparcours. Unterschiedliche "Pausemachinstrumente" brachten an drei Stationen Bewegung ins Spiel, zielten auf die Sinneswahrnehmung ab oder sprachen die Kreativität an.

Als Fazit zum "Mitmachvortrag - Mach doch mal Pause" lässt sich aus der Vielzahl der begeisterten Stimmen zusammenfassen: Vieles ist gut umsetzbar; eindrucksvoll und doch so einfach; neue Chancen, Kreativität zu entwickeln; die Übungen lassen das Handy vergessen.

Kurzum: ein gelungener Abend, der Weiterbildung der Lesementorinnen und Lesementoren gewidmet, gut für die Erwachsenen und gut für die Lesekinder!

Margret Schaaf macht im Interview Lust darauf, Lesementor zu werden

Wir danken Jörg Steinleitner für das interessante Interview im Literatur- und Kulturmagazin Buchszene. Der Autor und Chefredakteur hat Margret Schaaf, unsere 2. Vorsitzende, zur Leseförderung befragt und dabei auch die Knackpunkte angesprochen, warum so viele junge Menschen Defizite im Lesen und in der Sprache haben. Hier geht es zum Interview >>