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10 Jahre MENTOR Hürth und es geht noch drei Schritte weiter

10 Jahre MENTOR Hürth - Jubiläumsfeier am 12. August 2020 im Kulturbiergarten am Bürgerhaus

Wir freuen uns auf eine Feier mit unseren Lesementorinnen und Lesementoren, den Lesefreunden, den Lehrerinnen und Lehrern und unseren Freunden und Förderern in einem ganz besonderen Ambiente. Zu genießen gibt es "Die Lesewesen von Hürth" von Ulla Buse, unserer 1.Vorsitzenden, eine Lesung mit Carsten Henn, unserem Schirmherren, und Musik vom David-Riter-Trio. Teilnahme nur für geladene Gäste. Wir werden berichten!

 

Einführungsveranstaltung für neue Lesementorinnen und Lesementoren am 21. August 2020 von 14 bis 18 Uhr

Lesezeit schenken und Lesefreude wecken. Das können Sie im Tandem mit einem Lesekind auch mit Abstand. Wenn Sie erfahren möchten, wie das geht, und bereit sind, im neuen Schuljahr einmal pro Woche eine Stunde lang mit einem Kind in seiner Schule zu lesen, dann melden Sie sich möglichst bald zu unserer Einführung bei Margret Schaaf an.

 

Lesestunden im neuen Schuljahr

Das Schulministerium lässt es wieder zu, dass wir als außerschulische Lernpartner in die Schulen gehen. Unsere Schulen sind froh, dass wir ihre Schülerinnen und Schüler wieder treffen und mit ihnen lesen wollen und bereiten mit uns den Start der Lesestunden vor. Also schauen wir mit Spannung auf den Start des Schuljahres in der nächsten Woche und freuen uns auf unsere Lesekinder.

 

 

10 Jahre MENTOR Hürth und es geht weiter

Eigentlich wären wir jetzt (Mittwoch, 17.06.2020 ab 18 Uhr) alle bei der Feier zum 10-jährigen Bestehen von MENTOR Hürth im großen Römersaal im Bürgerhaus. Ein buntes Programm war vorbereitet für unsere 150 Lesementorinnen und Lesementoren, die Lehrer und Lehrerinnen der kooperierenden Schulen, unsere Freunde und Förderer. Der Bürgermeister wollte seine Anerkennung und Wertschätzung unseres Ehrenamtes zum Ausdruck bringen und ja, sogar die Schulministerin, Frau Yvonne Gebauer, hatte schon vor Längerem zugesagt, mit uns zu feiern. Wir sind stolz darauf, dass wir mit unseren Mentorinnen und Mentoren in diesen 10 Jahren viele Kinder und Jugendliche mit unserer Leseförderung unterstützen und ihnen die Freude am Lesen vermitteln konnten. Unser Dank gilt all' denen, die von Anfang an dabei waren, die zwischenzeitlich unsere Mentorengruppe haben wachsen lassen, und denen, die uns ideel, organisatorisch und finanziell unterstützt haben. Die Feier werden wir auf alle Fälle nachholen, wenn öffentliche Feiern in größeren Gruppen wieder möglich sein werden.

Stattdessen haben sich heute Nachmittag unsere MENTOR-Koordinatoren zum ersten Mal in Corona-Zeiten getroffen. Der gute Grund dafür: Die überaus große Mehrheit der Mentorinnen und Mentoren ist bereit, nach den Sommerferien unter den dann geltenden Sicherheitsregeln wieder in die Schulen zu gehen, um mit ihren Lesekindern zu lesen, zu sprechen, ihnen zuzuhören und ihnen ihre Zuwendung und Zeit zu schenken. Da heißt es nun den Wiedereinstieg zu planen und zu organisieren. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren haben mit viel Engagement und großem Verantwortungsbewusstsein darüber beraten, wie der Wiedereinstieg gelingen kann. Wir alle sind froh, dass es wieder los geht. Auch unsere Einführungsveranstaltung, unsere Vorträge und die Seminare zum digitalen Lesen werden wieder stattfinden!

 

 

 

Ein guter Start ins neue Jahr

Am 17.01. sind wir mit unserer Einführungsveranstaltung wunderbar ins neue Jahr gestartet. 17 neue Lesementorinnen und Lesementoren haben daran teilgenommen und freuen sich aufs Lesen mit unseren Kinder und Jugendlichen. Damit schenken jetzt knapp 150 Lesementorinnen und Lesementoren mehr als 180 Kindern Lesezeit, weil einige von ihnen sich zwei oder drei Kindern widmen. 

Trotzdem wünschen wir uns noch mehr Lesementorinnen und Lesementoren. Denn es gibt noch so viel mehr Kinder und Jugendliche, die keine Freude am Lesen haben, weil ihnen das Lesen schwer fällt. Öffnen Sie mit uns für diese Kinder das Tor zur Welt der Bücher!

Benefizkonzert für MENTOR Hürth

Mit Gypsyjazz gegen den Novemberblues

Der Vorsitzende des Jazzclubs, Günter Reiners, freute sich, an diesem feuchtkühlen Novemberabend so viele Gäste zu einem vielversprechenden Konzert mit jungen Musikern im Gleueler Jazzkeller begrüßen zu können. Und er meinte, was er sagte. Die Gruppe Orella Tobar & Gebghardt Trio lieferte Gypsyjazz vom Feinsten, wechselte souverän zwischen Klassikern und Eigenkompositionen und nahm ihr Publikum auf eine wunderbare Klangreise mit.

Zu diesem Abend waren zum wiederholten Mal ausschließlich die ehrenamtlichen Lesementorinnen und Lesementoren mit ihren LIeblingsbegleitungen eingeladen. Sie sollten in den Genuss eines Exklusivkonzerts für MENTOR Hürth kommen, als Dankeschön für ein Jahr nicht immer einfacher, aber insgesamt schöner Arbeit als Leselernhelfer für Kinder an Hürther Schulen.

Die Förderung junger Menschen in ihren Fähigkeiten ist ein Anliegen, das dem Jazzclub Hürth ebenso wie MENTOR am Herzen liegt, so Margret Schaaf, die Projektleiterin. Sie dankte für die Einladung zu diesem Benefizkonzert und freute sich über das Kommen so vieler Jazzbegeisterter. Vor ihrer Überleitung zum musikalischen Teil informierte sie über die aktuellen Zahlen von 131 Mentorinnen und Mentoren, die insgesamt 162 Kinder in Hürth begleiten, sah aber weiterhin Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung und verwies bei Interesse auf die im Januar stattfindende Einführung für neue Mentorinnen und Mentoren.

Ornella Tobar (Gesang), Frederik Gebhardt (Sologitarre), Sven Jungbeck (Rhythmusgitarre) und Christoph Bohrmann (Bass) erreichten mit wenigen Tönen die volle Aufmerksamkeit und entführten das Publikum mit Songs wie "The shadow of your smile" und "Misty" in die faszinierende Welt des Jazz. Vergleiche mit Jazzgrößen wie Billy Holiday fielen, Applaus honorierte Gitarren- und Basssoli.

Dem langanhaltenden Beifall am Ende folgte die obligatorische Zugabe. Viele bedauerten, dass damit ein gelungener Konzertabend und ein tolles Musikerlebnis ein Ende finden sollte. Ein kleines Trostpflaster gab es dann doch noch. Wer wollte, konnte mit dem Erwerb der gearde erschienenen ersten CD der jungen Künstler den Musikgenuss konserviert mit nach Hause nehmen.

Danke für diesen wundervollen Abend

Edith Schulze für MENTOR Hürth

 

Der Mitmachvortrag von Britta Buchholz: Mach doch mal Pause!

Mit der Aufforderung zum Pausemachen eröffnete Britta Buchholz vor über vierzig Lesementorinnen und Lesementoren ihren kurzweiligen Mitmachvortrag in der Aula der Hürther Grundschule im Zentrum. Wie schon im vergangenen Jahr, konnte die erfolgreich als Trainerin und Coach arbeitende Pulheimerin ihr Publikum mit kreativen Ideen zur aktiven Pausengestaltung begeistern.

"Auf vielfachen Wunsch unserer Lesementorinnen und Lesementoren haben wir Frau Buchholz als Expertin in Fragen der Konzentrations- und Wahrnehmungsförderung noch einmal zu einem Vortrag eingeladen," begrüßte Margret Schaaf Ende Oktober die Gäste. "Konzentration ist ein wertvolles und knappes Gut. Eine ganze Stunde bei der Sache zu bleiben, fällt schon Erwachsenen schwer. Für Kinder ist das eine ganz besondere Herausforderung, wie die meisten von uns aus der Praxis mit ihrem Lesekind wissen. Aber was können wir da tun?" mit dieser Frage gab sie das Wort an Britta Buchholz weiter.

Vom umfassenden Knowhow der sympathischen Beraterin profitierten an diesem Abend wieder alle. Die zertifizierte Expertin demonstrierte, wie kurze Pausen helfen und neue Kraft geben. Übungen aus dem Ganzheitllichen Gedächtnistraining formulierte sie in spielerische Kurzpausen um und zeigte, wie sie sich sinnvoll in die Arbeit mit einem Lesekind integrieren lassen. Kombiniert mit kleinen Bewegungsübungen können so - mit Spaß und ohne Leistungsdruck - nicht nur Konzentration und Wahrnehmung, sondern beispielsweise auch Wortfindung und Denkflexibilität trainiert werden.

Im Mittelpunkt der Übungen stand das Anliegen, mit einfachen und doch sehr wirksamen Mitteln die ungeteilte Aufmerksamkeit auf eine Sache zu lenken. Die "A-B-C-Liste" zu einem Thema ist ein Beispiel dafür: gemeinsam mit dem Lesekind zu jedem Buchstaben des Alphabets nach Worten suchen, die etwa zu Hallowen passen. Oder in einem Buchstabengewirr ein bestimmtes Wort finden: "Da ist der WURM drin". "Bleiben Sie bei allen Übungen mit dem Lesekind auf Augenhöhe," rät die Expertin. Umso entspannter würde die Situation für beide Seiten.

Überraschende und amüsante Ergebnisse brachten die praktischen Übungen. Der Versuch, entgegengesetzt zum Gewohnten zu agieren, beispielsweise den Kopf zu schütteln und dann "ja" zu sagen oder zu nicken und das mit "nein" zu kommentieren, gelang unterschiedlich gut, erntete dafür aber viele Lacher.

Noch tiefer in die Materie führte der Praxisparcours. Unterschiedliche "Pausemachinstrumente" brachten an drei Stationen Bewegung ins Spiel, zielten auf die Sinneswahrnehmung ab oder sprachen die Kreativität an.

Als Fazit zum "Mitmachvortrag - Mach doch mal Pause" lässt sich aus der Vielzahl der begeisterten Stimmen zusammenfassen: Vieles ist gut umsetzbar; eindrucksvoll und doch so einfach; neue Chancen, Kreativität zu entwickeln; die Übungen lassen das Handy vergessen.

Kurzum: ein gelungener Abend, der Weiterbildung der Lesementorinnen und Lesementoren gewidmet, gut für die Erwachsenen und gut für die Lesekinder!

Margret Schaaf macht im Interview Lust darauf, Lesementor zu werden

Wir danken Jörg Steinleitner für das interessante Interview im Literatur- und Kulturmagazin Buchszene. Der Autor und Chefredakteur hat Margret Schaaf, unsere 2. Vorsitzende, zur Leseförderung befragt und dabei auch die Knackpunkte angesprochen, warum so viele junge Menschen Defizite im Lesen und in der Sprache haben. Hier geht es zum Interview >>